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Bergkirchenorgel

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Wenn ich als Gemeindeorganist etwas über die Bergkirchenorgel schreiben darf, dann möchte ich
es mit einer Aufzählung der „spezifischen Daten“ nicht bewenden lassen. Für jene Daten –
gerichtet vor allem an das Fachpublikum – sei verwiesen auf folgenden Link:
  
http://www.orgel.ch/

Eine Kirchenorgel ist meiner Meinung nach gelungen, wenn sie zum einen die Herzen der hörenden Gemeinde berührt und zum zweiten sich OrganistInnen finden, die gerne auf ihr spielen. Beides ist im vorliegenden Fall gegeben. In der näheren und weiteren Umgebung muss man weit gehen, bis man ein Instrument dieser Grössenordnung findet, das handwerklich ebenso makellos geschaffen und mit fein abgestimmter Klangpalette ausgestattet ist wie unsere Orgel in der Bergkirche. Zu verdanken haben wir diesen Umstand der schicksalshaften Nacht jenes 6. August 2004, als der Blitz einschlug und infolge der Löscharbeiten das alte Orgelwerk unspielbar geworden war.

Nicht jedes Neubauprojekt ist von einem so guten Stern begleitet, wie es hier der Fall gewesen zu sein scheint. Die Aufgabe, ein neues Orgelwerk zu planen und zu realisieren ist denn auch alles andere als einfach. Wichtig bei einer Orgel ist zum Beispiel, dass sie ein gutes Klangfundament hat. Das sind die sogenannten Grundstimmen, die eine „tragende“ Rolle spielen bei der Begleitung des Gemeindegesangs. Die darüberliegenden Klangfarben sollen sich gut mischen mit den Grundstimmen und dürfen keinesfalls zu schrill sein. Beim Spiel mit allen Registern – dem sogenannten „Plenum“ – soll sich ein satter, raumfüllender Klang ausbreiten, der im Einklang steht mit der vorhandenen Akkustik des Kirchenraums. Hinzu kommen die technischen Auflagen, welche durch die Orgelliteratur gegeben sind. Mit den vorhandenen beiden Manualen, dem Pedal, dem Schwellwerk und einigen weiteren „Spielhilfen“ ist es problemlos möglich, in der Bergkirche Musik aus allen Epochen der Orgelliteratur zu spielen.

Unsere Orgel vermag sowohl solistisch wie auch in ihrer Funktion als Begleitinstrument zu überzeugen. Sehr gut zur Geltung kommen alle gängigen Soloinstrumente, die immer wieder gerne gehört werden in der Kirche: Streichinstrumente, Flöten, Klarinetten, Oboen usw.

A propos „guter Stern“: Als entzückende Zugabe haben die Männedorfer Orgelbauer unserem Instrument einen „Zimbelstern“ – einen akkustischen Zierrat mit Seltenheitswert in unseren Gegenden - eingebaut, der durch sein blosses Vorhandensein die liebevolle Hingabe unterstreicht, mit der hier gearbeitet worden ist.

Wir schätzen uns glücklich mit unserer hervorragenden Orgel, die ideale Voraussetzungen bietet für eine gediegene Kirchenmusik.


Rolf Zürrer, Organist

 
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